Ziel der geplanten Studie ist es, die Fähigkeit zur Rhythmuserkennung emotional valent vs. neutral dargebotener Wörter und Töne bei 6 Monate alten früh- und reifgeborenen Kleinkindern aufzuklären. Reife und frühgeborene gesunde Kinder unterscheiden sich mit 6 Monaten in ihrer Fähigkeit, das für die deutsche Sprache typische trochäische Betonungsmuster von einem jambischen zu diskriminieren. Während reif geborene Kinder dazu in der Lage sind, sind dies gesunde Frühgeborene nicht. Bislang nicht untersucht ist, ob Frühgeborene die Betonungsmuster nur dann nicht unterscheiden können, wenn diese in sprachlichen Einheiten (Silben) dargeboten werden oder ob dies auch bei nicht sprachlichen Stimuli, d.h. jambisch vs. trochäisch betonten Tonfolgen der Fall ist. Des Weiteren ist nicht aufgeklärt, ob die Erhöhung der Salienz der Silben – oder Tondarbietung durch Präsentation der Silben bzw. Töne in stark positiver oder negativer vs. neutraler Weise die Diskriminationsleistung erhöhen. In der Studie soll geklärt werden, ob Frühgeborene emotional valent dargebotene Betonungsmuster bei Silben und Tönen erkennen können. Diese spezielle Zielsetzung ist mit der weiteren Fragestellung verbunden, in welchem Zusammenhang Rhythmus bei sprachlichen und nicht sprachlichen Signalen mit affektiver Valenz steht.

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