Unter Emotionsregulation versteht man die Fähigkeit, den eigenen affektiven Zustand zu beeinflussen und negative sowie positive Emotionen abzuschwächen oder zu verstärken. 



Bislang stand die kognitive Komponente von Emotionen im Zentrum der Erforschung von Emotionsregulation (z.B. kognitive Umdeutung des emotionsauslösenden Ereignisses); dabei dominierte das Interesse an der individuellen „down-regulation“ negativer Emotionen. 
Im Gegensatz dazu wurde die expressive Komponente von Emotionen bisher kaum auf ihre emotionsregulatorischen Potentiale hin untersucht. Der sprachliche Ausdruck von Emotionen ist in der Regel Teil sozialer Interaktionen, die Menschen aufsuchen, um ihre Emotionen auszudrücken und einander mit-zu-teilen.



Unser Interesse zielt auf die Untersuchung von Mechanismen der Emotionsregulation, die an den sprachlichen Ausdruck und die Kommunikation von Emotionen gebunden sind. Diese Mechanismen sollen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf subjektiver, psycho-physiologischer und neuronaler Ebene charakterisiert werden. Im Fokus stehen Verbalisierungsstrategien wie Leugnen vs. Zugeben von Emotionen, Übertreiben vs. Untertreiben, der soziale Vergleich beim interaktiven Beurteilen emotionsauslösender Reize sowie empathische Äußerungen des Gesprächspartners in einer Konfliktsituation.


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Publikationen

Prehn, K., Kazzer, P., Bajbouj, M., Heekeren, H. R., Jacobs, A., Klann-Delius, G., Menninghaus, W. (2011). Regulating one's own emotions through strategies of verbalization. 53. Tagung experimentell arbeitender Psychologen. Halle (Saale). Zusammenfassung