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05.12.2011  Allgemein

Nachruf

Der Cluster hat mit der Psycholinguistin Uta Sassenberg eine kompetente Mitarbeiterin verloren

Uta Sassenberg Foto: privat

Uta Sassenberg Foto: privat

Am Sonntag, dem 20.11.11, ist Uta Sassenberg gestorben. Mit ihrem Tod hat der Exzellenzcluster eine liebe, äußerst integre und kompetente Mitarbeiterin verloren.

Seit Oktober 2009 arbeitete Uta Sassenberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Forschungsprojekt B.A.L.I. zu Alexithymie und Gestik. Bereits kurz nach Antritt der Stelle an der Abteilung für Neurologie, Psychosomatik und Psychiatrie der Deutschen Sporthochschule Köln erkrankte sie schwer, schloss jedoch ihre Dissertation ab und promovierte im Juli 2010. Bis zum vergangenen Monat engagierte sie sich weiterhin bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten für das Forschungsprojekt.

Nach ihrer Ausbildung zur technischen Zeichnerin studierte Uta Sassenberg von 1999 – 2002 Psychologie und Kriminologie (BSc) an der University of Lincoln, U.K.. Einem Studienaufenthalt am Max Planck Institut für Psycholinguistik folgte von 2003 – 2005 ein Masterstudium in Psycholinguistik an der University of Edinburgh in Schottland. Ab 2005 promovierte Uta Sassenberg am Fachbereich Psychologie (Cognitive Psychology) an der Humboldt-Universität zu Berlin und ab 2007 an der Berlin School of Mind and Brain.

Uta Sassenberg leistete einen wichtigen Beitrag zur Gestenforschung aus der Perspektive der kognitiven Psychologie. Ihre Arbeitsergebnisse sind relevant für die Theoriebildung in der Gestenforschung und für die Kognitionsforschung. Ihre kumulative Dissertation zum Thema "Thinking hands: How co-speech gestures reflect cognitive processes" liefert erstmals empirische Belege für das "Gestures-as-simulated-Action"-Modell zur Gestenproduktion. Für die Untersuchung ihrer Fragestellung entwickelte sie ein innovatives und multi-methodales Design. Dabei setzte sie erstmals die Generation spontaner Gesten in Relation zu fluider Intelligenz und zu anatomischen Befunden. Die Publikationen zu dieser Thematik veröffentlichte sie in hochrangigen Journalen, weitere Publikationen in Co-Autorschaft sind in Vorbereitung.

Die Diagnose einer bösartigen Erkrankung traf Uta Sassenberg zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben, als sie nicht nur in beruflicher sondern auch in privater Hinsicht am Anfang des von ihr gewünschten Weges stand. Sie hat ihr schweres Schicksal nie klagend, mit bewundernswerter Gefasstheit und steter Zuversicht getragen. Uta Sassenberg war eine leidenschaftliche Forscherin, bis zuletzt hat sie sich der Gestenforschung gewidmet.

Uta Sassenberg ist 36 Jahre alt geworden. Wir vermissen sie sehr.

 

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