Aktuelles
Wiedervorlage 'Pathosformel'
Ein Workshop fragt nach der Bedeutung von Warburgs Schriften für die Emotionswissenschaft
'Pathosformel' ist mit Sicherheit der am weitesten rezipierte Begriff aus dem Werk Aby Warburgs. Im Zusammenhang aktueller kulturwissenschaftlicher Diskussionen zur Frage von Emotionen und Affekten, zu Themen wie Geste und (körperlicher) Ausdrucksbewegung wird in letzter Zeit mit einem erneuten Aktualisierungsanspruch auf Warburgs Begriffsprägung Bezug genommen. Tatsächlich sind aber die Texte und Kontexte, in denen Warburg das Konzept der 'Pathosformel' ursprünglich entwickelt hat, kaum bekannt.
Der Workshop "Wiedervorlage 'Pathosformel'" antwortet auf diese Lage. Geplant ist die gemeinsame Lektüre einschlägiger Arbeiten Warburgs. Durch Referate ausgewiesener Experten (Dr. Claudia Wedepohl – Wissenschaftliche Archivarin des Warburg Archive, London; Dr. Martin Treml – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literaturforschung, Berlin, und Mitherausgeber des kürzlich erschienenen Bandes "Aby Warburg – Werke in einem Band") sollen die Texte in ihren theorie- und ideengeschichtlichen Zusammenhang gestellt werden. Die Diskussion des Workshops soll einerseits zu einem genaueren Verständnis von Warburgs Konzepten beitragen; andererseits soll die Frage nach der Tragfähigkeit von Warburgs Begriffen für die aktuelle kunst- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung gestellt werden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Cluster und der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Form und Emotion. Affektive Strukturen in der Kunst des 19. Jahrhunderts und ihre soziale Geltung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Veranstalter sind Dr. Philipp Ekardt (Cluster Languages of Emotion) und Dr. Kerstin Thomas (Arbeitsgruppe Form und Emotion).
Anmeldungen werden möglichst bis zum 6.12.2010 erbeten unter:
philipp.ekardt [at] fu-berlin.de, kerstin.thomas [at] uni-mainz.de
Zeit:
Freitag, den 17.12.2010 15–18 Uhr
Samstag, den 18.12.2010 10–13 Uhr


