Das musikologische Projekt bezieht sich auf jenen elementaren Bereich, in dem, unterstützt durch visuelle Momente (Gestik), Ton und Laut, mithin auch Musik und Sprache ineinander fließen und der der ebenso elementaren Affektäußerung dient. Ein Modell und eine Fläche für die Darstellung dieser Affektäußerungen sind die Bilder und Sprechblasen des Cartoons, dessen bewegte Form im Zeichentrickfilm (Animated Cartoons) die Äußerungen zudem hörbar macht.




Untersucht werden drei auf diesen Gegenstandsbereich unterschiedlich bezogene Ausschnitte: erstens das affektive, überwiegend unartikulierte Sprechen von Tierfiguren, die im Zeichentrickfilm besonders auffällig sind; zweitens die Musik im Affekthaushalt einer Zeichentrickfilm-Familie und ihres soziokulturellen Kontexts anhand der TV-Serie "The Simpsons"; drittens die Einspiegelung von Cartoon-Elementen in die avantgardistische Musik (und damit deren emotionale Bereicherung) am Beispiel von Stimmkünstlern wie Cathy Berberian und David Moss. In allen Fällen wird die Analyse auf musiktheoretischer Grundlage nach semiotischen und semantischen Prinzipien erfolgen.




Ziel des Vorhabens ist es, im Rekurs auf die Darstellung elementarer Affektäußerungen im Zeichentrickfilm Aufschluss über den Zustand und Status des Emotionalen im Ästhetischen zu gewinnen und damit einen grundlegenden Beitrag zur künstlerischen Affektmodellierung zu leisten.

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