Die Europäische Union hat sich zunehmend von einer politischen hin zu einer gesellschaftlichen Union entwickelt. Eine weitere gesellschaftliche Integration Europas mit 23 Amtssprachen und einer Vielzahl von Regionalsprachen scheint nur durch die Erhöhung der Fremdsprachenkompetenz der Bürger möglich zu sein. Auf der Basis zweier Umfragen, die in 27 Ländern der EU durchgeführt wurden und in der die Fremdsprachenfähigkeit und eine Menge von Spracheinstellungsfragen erhoben wurden, wird folgenden Fragen nachgegangen: 1. Welche Fremdsprachen beherrschen die Bürger in den 27 Ländern der Europäischen Union? 2. Wie kann man die Länderunterschiede und die Unterschiede auf der Individualebene in der Fremdsprachenkompetenz erklären? Und vor allem: 3. Welche emotionalen Bindungen haben die Bürger an die jeweiligen Sprachen und in welchem Maße behindert bzw. fördert diese Bindung den Erwerb bzw. die Benutzung dieser Sprachen?

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Publikationen

Gerhards, J. (2011, Im Druck). Der Kult der Minderheitensprachen. Leviathan 39 (2).