Film ist als audiovisuelles Medium "in der Lage Emotionen stärkerer Intensität zu erzeugen" (Levenson & Gross, 1995) als z.B. Bilder aus dem International Affective Picture System (IAPS, Lang & Bradley, 1997). Während das IAPS allerdings normiert und standardisiert ist, sind komplexe Filmstimuli häufig hinsichtlich gestalterischer Mittel wie Anzahl der Akteure, Helligkeit, Schnittfrequenz etc. nicht parallelisiert und daher im Magnetresonanztomographen nur eingeschränkt zu verwenden.

Diese Studie versucht den oben genannten Einschränkungen audiovisueller Stimuli zu begegnen, indem die Filmsequenzen selbst erstellt werden und so die Möglichkeit besteht eine Vergleichbarkeit der Filmclips herbeizuführen.

Darüber hinaus ist Film ein Medium, das gemäß der Identifikationshypothese besonders geeignet ist, Empathie zu untersuchen. Daher ermöglicht die eigene Erstellung des Stimulussets die Untersuchung einer weiteren Fragestellung, nämlich wie sich empathische Gefühlsauslösung von selbstbezogener Emotionsinduktion unterscheidet.

Um eine "first hand emotion" zu induzieren werden die Schauspieler aus dem erstellten Filmset selbst zum Probandenkollektiv. In einem Selbst-Set werden den Schauspielern im Scanner Filmsequenzen präsentiert, in denen sie Akteure in affektiven Situationen sind. Alle Probanden sehen zusätzlich das Fremd-Set mit ihnen unbekannten Schauspielern. Es wird ein Unterschied in der neuronalen Verarbeitung von Selbst- und Fremd-Set erwartet.

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