Foto: Oskar Schmidt, Soldat (Ausschnitt), 2007, C-Print

Wie gebannt: Ästhetische Verfahren der affektiven Bindung von Aufmerksamkeit

Tagung an der Freien Universität Berlin
27. bis 29. Januar 2011

Damit Kunst eine Wirkung entfalten kann, muss sie zunächst und vor allem die Aufmerksamkeit eines Rezipienten erregen, fesseln und lenken. Die interdisziplinäre Konferenz beschäftigt sich mit Verfahren der Stimulierung, Modulierung und anhaltenden Bindungen von Aufmerksamkeit im Prozess der ästhetischen Rezeption, hauptsächlich in Zusammenhang von Literatur und Rhetorik.

Zentral geht es um das emotionale Profil und die wirkungsästhetischen Kalküle solcher Darstellungsverfahren: Wodurch kann Aufmerksamkeit nachhaltig erregt und maximal gesteigert werden? Wie kann es gelingen, einen oder mehrere Rezipienten auch über einen längeren Zeitraum ästhetisch zu involvieren und zu manipulieren? Was verursacht Neugier, Staunen oder Faszination im Erleben eines literarischen Textes?

Diese Verfahren sollen historisch, empirisch oder theoretisch-systematisch erschlossen werden. Für die Konferenz wurden deshalb sowohl Beiträge erbeten, die Positionen, Diskurse oder Strategien der Maximierung affektgebundener Aufmerksamkeit in der Geschichte der Poetik, Rhetorik oder Ästhetik beschreiben, als auch solche Beiträge, die entsprechende experimentelle Untersuchungen zur Literatur und Textrezeption in der Psychologie vorstellen.

Das Programm finden Sie hier

Tagungsort:

Raum KL 32/202
"Rostlaube"
Habelschwerdter Allee 45
D-14195 Berlin

Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort.