
Ein Vergleich mit den nächsten Verwandten des Menschen, den nichtmenschlichen Primaten, trägt dazu bei, die Kommunikation von Emotionen und deren evolutionäre Prozesse zu verstehen. Grundlage des Projekts ist die enge Verbindung zwischen Mimik und Emotionen.
Mit GibbonFACS (Facial Action Coding System) wird eine Methode entwickelt, mit der die Gesichtsausdrücke von Gibbons beschrieben und klassifiziert werden können. Für dieses anatomisch basierte System wird zunächst die Gesichtsmuskulatur der Gibbons seziert und die Muskelgruppen, die an bestimmten Bewegungen des Gesichts beteiligt sind, identifiziert. Mit Hilfe von GibbonFACS kann so die soziale Funktion dieser Gesichtsausdrücke bei der Interaktion von Gibbonfamilien systematisch beschrieben werden.
Darüber hinaus ist ein Vergleich mit der Mimik der großen Primaten einschließlich des Menschen möglich. Das Projekt trägt so dazu bei herauszufinden, über welche Gesichtsausdrücke alle Primaten verfügen und welche allein den Menschen vorbehalten sind. Die Studie ist eine Kooperation mit Bridget Waller, University of Portsmouth, UK und Anne Burrows, Duquesne University, USA.


