Die emotionsbasierte Raumkunst liegt immer noch ausserhalb des Blickfeldes der internationalen Forschung. Dabei fanden diese Kunstwerke – seit dem ästhetisch-künstlerischen Weg in die Moderne (ab 1780) – Eingang in zahlreiche theoretische Überlegungen, entfachten einen komplexen interdisziplinären Diskurs und regten Architekten wie Künstler unterschiedlichster Strömungen zur Projektentwicklung an.


Die Untersuchung beschreibt erstmalig die Hauptentwicklungen einer Raumkunstgeschichte auf dem europäischen Kontinent in den Jahren von 1900 bis 1960 durch die Zeugnisse sowie Projekte in Deutschland, Frankreich, Russland und der Schweiz. Insbesondere interessieren dabei die theoretischen beziehungsweise gestalterischen Umdeutungen, internationale wie nationale Argumentationen und funktionale Inbesitznahmen durch erkenntnistheoretische Parameter oder auch politische Extreme.


Erarbeitet werden die Erkenntnisse hauptsächlich mittels schriftlicher Quellen, welche jedoch zu künstlerischen Realisationen in einen Bezug gesetzt werden. Die Darlegung der Ergebnisse erfolgt anhand von zehn stellvertretenden Raumkunstprojekten.


Das Forschungsprojekt schliesst ein bedeutendes Forschungsdesiderat zu raumkünstlerischen Artikulationen, leistet einen wichtigen Beitrag zur kunsthistorischen Emotions- wie Modernismus-forschung und bietet neue Einsichten zum mittel- und osteuropäischen Kunstverhältnis.

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