Körpersprache und Emotionen

Wer kennt es nicht, einer lächelt Ihnen zu, Sie lächeln zurück. Ein wohlig warmes Gefühl steigt in ihnen auf, als Sie ihre Mundwinkel nach oben ziehen. Wie kann das sein? Bis gerade eben waren Sie eigentlich nicht gut zu sprechen, ihren Wohnungsschlüssel hatten Sie im Büro liegen lassen und auf dem Rückweg ist ein Lastwagen so nah an ihnen durch eine Pfütze gefahren, dass sie nun nass wie ein begossener Pudel sind. Trotzdem das lächeln des Fremden und ihre Reaktion helfen ihnen, wieder positiv zu denken!

Wie hängen Emotionen und Körpersprache zusammen? Gibt es womöglich eine Verbindung, zwischen Körper und Geist? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares „Ja“. Lächeln Sie häufiger! Ein Lächeln, kann von dem Gehirn nicht unterschieden werden. Es werden automatisch Endorphine freigesetzt, wenn die Mundwinkel und die Lachmuskulatur sich in gewohnte Lachhaltung veriehen. Wissenschaftler konnten in verschiedenen Testreihen, die Auswirkung von Körperhaltung, auf Emotionen, deutlich festhalten. Diese wurden zum Beispiel in der englischen Zeitschrift Advances in Mind-Body Medicine Vol.17, 2001 veröffentlicht. Der Nachteil dieser Untersuchung, ist auch die Erkenntnis, dass negative Emotionen sich negativ auf den Körper auswirken. Durch Stress und schlechte Laune, schüttet der Körper mehr Cortisol aus. Hängende Schultern und ein gesenkter Kopf signalisieren getrübte Stimmung. Dieses wirkt sich besonders auf das menschliche Immunsystem aus. Die Folgen sind eine erhöhte Anfälligkeit für Viren und Erkältungskrankheiten.
Diese Erkenntnisse der Wissenschaft sind für Menschen jedoch auch positiv nutzbar. Machen Sie sich das neu gewonnene Wissen zunutze und kontrollieren Sie, was sie fühlen wollen. Sie können ihre Emotionen nicht gänzlich mit Körperhaltung steuern, jedoch ausreichend. Die Beziehung von Körper und Geist funktioniert nämlich auch andersherum. Halten Sie zum Beispiel in nächster Zeit einen wichtigen Vortrag und fühlen sich der Situation möglicherweise nicht gewachsen? Das letzte Mal lief es auch schon nicht so gut für Sie? Dann ist das der perfekte Tipp für Sie: Achten Sie bei ihrem Vortrag auf eine stolze Brust und einen festen Stand! Stehen Sie selbstbewusst, steigert dies auch tatsächlich ihr Selbstbewusstsein. Sie werden sehen, dass auch ein Lächeln in ihrem Gesicht ihre eigenen und die Emotionen ihres Gegenübers beeinflussen wird.

Einen entscheidenden Vorteil liefert das Wissen um die Verknüpfung von Körper und Geist. Sie können sich nicht nur von negativen Stimmungen befreien, sondern wirken auch positiv auf ihr Immunsystem ein. Körpersprache und Emotionen hängen somit eng zusammen.

Quellen:
http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/emotionen_wegweiser_durchs_leben/index.html
Paul Ekman (Hrsg.): Gesichtsausdruck und Gefühl. 20 Jahre Forschung von Paul Ekman. Paderborn 1988

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