Semantik

semantik-gambar

Das Wort Semantik stammt aus dem Griechischen von dem Wort „sēmaínein” ab, was sie viel wie “bezeichnen” oder “zu dem Zeichen gehörig” bedeutet. Die Semantik hat ihren Sitz in der Bedeutungslehre. Dies ist die Wissenschaft der Bedeutung von Zeichen aller Art, wie Symbole, Wörter oder Phrasen. Die Semantik beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen den verschiedenen Zeichen und deren Bedeutung. Sie ist ein Teilbereich der Linguistik, wenn sie sich mit sprachlichen Zeichen befasst und ein Teilbereich der Semiotik, wenn sie sich mit Zeichen aller Art befasst.
Die linguistische Semantik beschäftigt sich mit der Bedeutung von sprachlichen Gebilden. Dazu gehören nicht nur einzelne Wörter, sondern auch grammatische Formen und ganze Sätze. Die Frage der Semantik lautet also: „Wie kann man Wörter und Sätze verstehen?“
Das Verstehen geschieht semantisch gesehen auf verschiedene Weisen. Einzelne Wörter können verstanden werden, weil sie dem Menschen bekannt sind, oder weil er sie sich erschließen kann. Viele einzelne Wörter, wie zum Beispiel das Wort „Film“ oder „kennen“ sind im Langzeitgedächtnis gespeichert, der Mensch kennt ihre Bedeutung. Dieses Wissen wird bei einzelnen Wörtern einfach abgerufen. Bei Wortneuschöpfungen, sogenannten Neologismen, wie zum Beispiel „Balkonblume“ ist das Wort nicht abgespeichert, aber durch das Bewusstsein der Einzelwörter „Balkon“ und „Blume“ vereint sich das Verständnis beider Wörter und man weiß, was gemeint wird.

Interessanter wird die Semantik bei ganzen Wortgruppen, Sätzen und Texten. Der Satz „Ich kenne den Film.“ wird von jedem Mensch verstanden. Das Objekt „den Film“ ist nicht eindeutig zuzuordnen, aber verständlich, das Verb „kennen“ deutet auf kognitives Bewusstsein über eine Sache (den Film) hin und das Personalpronomen „ich“ deutet auf den Sprecher hin, der angibt, das Wissen zu besitzen. Wer jedoch „ich“ ist und welcher Film mit „den Film“ genau gemeint ist, bleibt in der semantischen Bedeutung noch offen. Setzt man diesen Satz nun in einen bestimmten Kontext, urteilt die Semantik wieder andere Bedeutungsbeziehungen zu.
Beispiel: Lutz und Irene stehen vor dem Kino und können sich nicht entscheiden, welchen Film sie anschauen sollen. Lutz zeigt mit dem Finger auf die Werbung für den Film „sieben Tage und sieben Nächte“, darauf erwidert Irene „Ich kenne den Film“.
In diesen Kontext gesetzt wird den einzelnen Wörtern des Satzes eine bestimmte semantische Beziehung zugeordnet. Das Wort „Ich“ wird nun dem Sprecher, also Irene, zugeordnet und das Objekt „den Film“ erhält ebenfalls eine bestimmte Bedeutung, nämlichen den präzisen Film „sieben Tage und sieben Nächte“. Somit gibt es keinen Weg mehr, die semantischen Bedeutungen anders zu werten, der Fall wird eindeutig.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *